April Hailer
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Biographie

April Hailer wächst als Älteste von fünf Kindern in einer Familie auf, in der viel gesungen und musiziert wird.

Nach ihrem ersten Violinunterricht bei Brigitte Schmid (Pro Arte Quartett) begeistert sie sich durch ihren Vater – neben seinem Hauptberuf als Ingenieur Oboist – für die Oboe. Sie wird von ihm und von Prof. Friedrich Milde, Solo-Oboist des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart, unterrichtet.

Über 20 Jahre spielen ihr Vater, ihre Schwester und sie als „Hailer-Oboen“ in vielen Konzerten im süddeutschen Raum die großen Passionen Johann Sebastian Bachs, Kantaten, Oratorien und kammermusikalische Werke des Barock.

Nach dem Abitur (Leistungskurs Musik) studiert sie an der Universität Mozarteum Salzburg Schauspiel und Regie (Prof. Dietrich Haugk) und beginnt ihre Theaterkarriere 1981 in Heidelberg mit dem Regisseur David Mouchtar-Samorai. Ihre Lillian Holiday in »Happy End« (Lane/Brecht/Weill) 1983 am Staatstheater Stuttgart wird zur Initialzündung für ihr Spezialgebiet Musiktheater.

Sie gastiert als Protagonistin in Schauspiel- und Musiktheaterproduktionen an renommierten
Bühnen, u.a.: Staatstheater Hannover, Staatstheater Stuttgart, Staatstheater am Gärtnerplatz München, Deutsches Theater München, Nationaltheater Mannheim, Oper Bonn, Opéra de Lyon, Freie Volksbühne Berlin, Renaissance-Theater Berlin, Friedrichstadtpalast Berlin, St. Pauli Theater Hamburg.

Mittlerweile ist sie in vielen Genres zuhause – auf der Bühne in Drama und Musical, ebenso wie im Fernsehen und auf der Leinwand. Deutschlandweit bekannt wurde sie in den 90er Jahren mit der RTL-Sendung »Wie bitte?!«, für die sie den Bayerischen Fernsehpreis erhielt. Einen Publikumshit landete sie auch mit ihrer »April-Hailer-Show« (ZDF), die ihr eine Nominierung für »Die Goldene Rose von Montreux« einbrachte.

Die Premiere ihrer musikalischen One-Women-Show »April April – Funny Women in Concert« (Musical Director: Christoph Pauli) im ausverkauften Prinzregententheater München wurde vom Bayerischen Rundfunk ausgestrahlt. Mit dem Programm tourte sie anschließend erfolgreich durch Deutschland. Es folgte eine ganze Reihe weiterer musiktheatralischer Solo- und Ensembleprogramme unter ihrer Federführung.

2004, 2006 und 2007 war sie Protagonistin der auf sie zugeschnittenen Weihnachtsrevue »Jingle Bells« am Friedrichstadtpalast Berlin.

Bis zur Renovierung des Staatstheaters am Gärtnerplatz im Jahr 2012 konnte man sie im Musical »Grand Hotel« als exzentrische Ballettdiva Elizaveta Gruschinskaja erleben.

Am St. Pauli Theater war sie die Karrierefrau im Originalcast des Dauerbrenners »Heiße Zeiten« und gastierte damit in Köln, München, Zürich, Wien.

An der Oper Magdeburg spielte sie von 2011 bis 2013 die Dolly Levi in »Hello, Dolly!«.

2013 stand sie bei den Luisenburg-Festspielen im Musical »Spamalot« als Fee aus dem See und am Theater Pforzheim in der Chanson-Operette »Das Feuerwerk« als Iduna auf der Bühne.

Auf der Luisenburg gastierte sie 2015 erneut und mit großem Erfolg als Fräulein Schneider im Musical-Klassiker »Cabaret«.

In der deutschen Erstaufführung des Musicals »The Addams Family« 2014 im Zeltpalast Merzig und im Musicaltheater Bremen singt und spielt April Hailer die Alice Beinicke – zusammen mit Uwe Kröger, Edda Petri, Jana Stelley, Ethan Freeman, Anne Welte, Dominik Hees und anderen. Ende 2014 erschien ein Live-Mitschnitt auf CD. Im März 2017 wird sie mit der Produktion im Deutschen Theater München zu Gast sein.

Anfang 2015 sang sie an der Opéra de Lyon La Diseuse in Boris Blachers Oper »Roméo et Juliette«.

Sommer 2016: Wieder spielt sie im Zeltpalast Merzig - die Roz Keith in der DSE des Dolly-Parton-Musicals „9to5 - Warum eigentlich bringen wir den Chef nicht um?“.


Auch vor der Kamera hat April Hailer immer wieder ihre Vielseitigkeit bewiesen, sie überzeugt durch differenzierte Rollenportraits und schafft glaubwürdige Charaktere, sei es in Fernsehspielen wie z.B. in Oliver Storz’ preisgekröntem TV-Film »Drei Tage im April«, in »Zart und Schuldig« mit Partner Dieter Pfaff, im Thriller »Gefährliche Nähe, und Du ahnst nichts« mit Tobias Moretti – oder auch in Fernsehserien wie »Tatort« und »Traumschiff«. Aktuell ist sie in der 2. Staffel der schwäbischen Komödie »Die Kirche bleibt im Dorf« als Neuzugang Waltraud Merz zu sehen.

Innerhalb ihrer Hörfunktätigkeit ist sie besonders dem Bayerischen Rundfunk seit fast zwei Jahrzehnten durch die Kinderfunksendung »Das Sonntagshuhn« verbunden, die mittlerweile Kultstatus hat – in ihrer Doppelrolle als Titelfigur und deren kleinem Bruder Max.

Neben ihrer 30-jährigen Schauspiel- und Gesangspraxis unterrichtet April Hailer Schauspieler und Sänger im Fach Musikalische Gestaltung / Interpretation Bühnenlied / Schauspiel (u.a. Workshops am Thomas Bernhard Institut der Universität Mozarteum Salzburg und an der Bayerischen Theaterakademie August Everding München) und ist Mitglied des Vocal Collective Berlin, das in Seminaren das Vorsing-Repertoire von Profisängern optimiert.

2013 und 2015 war sie Jurorin im Bundeswettbewerb Gesang für Musical/Chanson.

Ihre erste Inszenierung im Juni 2016 ist das Off-Broadway Musical »I love you, you’re perfect, now change« im Silbersaal des Deutschen Theaters München mit Musicalstudenten der Bayerischen Theaterakademie August Everding München.

April Hailer